Arthrose und Arthritis beim Pferd: wie können wir sie behandeln?

Für Pferde ist ein gesunder und starker Körper wichtig. Dazu zählt natürlich auch ein starker Bewegungsapparat mit seinen Muskeln, Sehnen und Bändern und vor allem Knochen und Gelenken. Und genau in diesem Bereich haben Pferde oftmals unter Arthrose oder Arthritis zu leiden. Dabei können wir als Pferdehalter aktiv etwas tun, um beim Behandeln von Arthrose oder Arthritis zu helfen. Dazu finden sich hier einige Ideen. Arthrose oder Arthritis sind sehr ernste Erkrankungen: Lassen Sie sich bitte immer von einem für Pferde kompetenten Tierarzt beraten und bleiben Sie allzeit kritisch. Die veterinärmedizinische Fachmeinung und Beurteilung können und wollen wir nicht ersetzen!

Wie man Arthrose beim Pferd behandeln kann

Um Arthrose und Arthritis beim Pferd richtig zu behandeln, müssen wir uns genau informieren. Arthrose ist eine chronische, fortschreitende und meist äußerst schwierige Erkrankung, die von vielen verschiedenen Faktoren ausgelöst wird. Wenn Ihr Pferd also an Arthrose erkrankt ist, macht es immer Sinn, auf Ursachensuche zu gehen. Denn wenn man die Ursache kennt, ist oftmals schon viel gewonnen.

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Arthrose und Arthritis und deren Ursachen

Bei Arthrose und Arthritis handelt es sich um zwei unterschiedliche Erkrankungen. Bei Arthrose schmerzen die Gelenke, weil durch Überlastung, Übergewicht oder Altersabnutzung die Knorpelschicht angegriffen ist. Die Beschwerden werden langsam und sukzessive schlimmer. Man unterscheidet dabei die primären und die sekundären Arthrosen: Primäre Arthrosen entwickeln sich durch Überbeanspruchung des Gelenks und sekundäre durch entzündliche Gelenkprozesse. (vgl. Bühring 2011b, S. 349). Arthrosen entwickeln sich über Jahre, meist symptomlos und zeigen sich erst nach Jahren. Die Arthritis ist eine entzündungsbedingte Gelenkerkrankung, bei der es zur Zerstörung des Knorpelgewebes kommt. In beiden Fällen handelt es sich um ernstzunehmende Erkrankungen, die einer professionellen Behandlung durch einen Tierarzt bedürfen. Je nachdem wie schnell man die Arthrose des Pferdes findet, kann man sie beim Pferd zeitnah effektiv behandeln.

Mögliche Arthrose-Ursachen beim Pferd

  • Fehlstellungen der Gliedmaßen
  • Schlechte Stoffwechsel-Situation
  • Unausgewogener Mineralstoffhaushalt
  • Fehlendes Säure-Basen-Gleichgewicht
  • Einseitige Belastung
  • Überlastung durch Nutzung als Sports- oder Arbeitsgerät
  • Alte Verletzungen oder Untugenden

Je nachdem wo die Ursache für die Arthrose des Pferdes liegt, kann in diesem speziellen Bereich auch gezielt gegengesteuert bzw. vorgebeugt werden. Mit den Ursachen haben wir als Pferdehalter immer einen wichtigen Ansatzpunkt, um Arthrose und Arthritis beim Pferd behandeln zu können.

Fehlstellungen bei Pferden

Fehlstellungen können gerade bei jungen Pferden noch gut mit einem entsprechenden orthopädischen Beschlag behandelt werden. Denn gerade Fehlstellungen führen zu Überlastungen bestimmter Gelenkabschnitte. Und wo Überlastung ist, erscheint irgendwann leider auch gern die Arthrose beim Pferd, die behandelt werden muss.

Stoffwechsel des Pferdes verbessern

Eine schlechte Stoffwechsel-Situation führt zur Ablagerung von Stoffwechselgiften und Schlacken im Gewebe des Pferdes, was zu Minderdurchblutung und damit zur Begünstigung von Entzündungen führen kann, welche wiederum, wenn sie chronisch werden, für die Entstehung einer Arthrose beim Pferd verantwortlich sein können. Darum wird in der Naturheilkunde bei rheumatischen Erkrankungen wie Arthrose oder Arthritis zur Behandlung immer eine Aktivierung und Verbesserung des Stoffwechsels anvisiert und eine Stoffwechsel- bzw. Entgiftungskur zweimal im Jahr (idealerweise im Frühjahr und im Herbst) empfohlen.

Säure-Basen-Haushalt

Ein ungünstiger Säure-Basen-Haushalt ist eng mit der Stoffwechselsituation verknüpft – um genau zu sein, bildet er eine der Vorstufen. Denn ist z.B. der Verdauungstrakt übersäuert, greift die Säure die Magen-Darm-Schleimhäute an und macht diese durchlässig für „Giftstoffe“, die dann in den Organismus eindringen können. Diese Gifte belasten die Entgiftungsorgane und den Stoffwechsel. Und das Ganze landet dann u.a. wieder im Gewebe und kann zur Arthrose führen. Darum ist bei Arthrosebehandlung bei Pferden immer der Säure-Basen-Haushalt im Blick zu behalten. Dieser kann verbessert werden durch die Herabsetzung von Stress und das Ausschalten von Stressfaktoren (denn Stress übersäuert) sowie das richtige Futter: keine leicht verdaulichen Kohlenhydrate wie Kraftfutter, statt dessen rohfaserreiches energiearmes Futter wie Heu; keine säurebildenden Futterarten wie Silage, ein gut funktionierendes Gebiss und das richtige Training (viele Schrittpausen beim Reiten).

Beim Pferd alte Verletzungen immer beachten

Alte Verletzungen können auch zu Arthrose beim Pferd führen. Nämlich dann, wenn sich über einem geprellten oder leicht verletzten Knochen Verkalkungen bilden, welche die Beweglichkeit einschränken. Einige Pferde haben derartige Verkalkungen im Genick, entweder durch falsche Verwendung von Ausbindern, Schlaufzügeln oder auch durch Anstoßen des Kopfes an niedrige Decken wie etwa in der Box oder auf dem Hänger. Dies kann auch durch Zurückwerfen am festgebundenen Halfter kommen. Das Wissen um diese alten Verletzungen, die vielleicht zur Arthrose beim Pferd geworden ist, macht diese nicht ungeschehen. Aber Sie wissen dann, wo ein Problembereich sitzt, den Sie dann entsprechend schonen und behandeln können. Gerade im Genick hilft es vielen Pferden dort regelmäßig die Durchblutung durch Wärme zu fördern.

Untugenden bei Pferden

Auf die gleiche Weise können auch Untugenden zu Arthrose beim Pferd führen, weil diese entweder zu Überlastungen bestimmter Körperbereiche oder zu Verletzungen durch unkontrollierte Bewegungen (wie z.B. bei ‚Headshaking’) führen. Diese Ursachen der Arthrose lassen sich dann nur durch die Verminderung der Untugenden beseitigen. Bei der Behandlung von Untugenden helfen meist nur radikale Haltungsänderungen und eine Verhaltenstherapie.

Mit Kräutern Pferden natürlich helfen

Neben dem klassischen medizinischen Ansatz mit Medikamenten gibt es noch einen sanfteren Weg Arthrosen beim Pferd zu behandeln, indem man mit Kräutern als Arthrosemittel für Pferde arbeitet. In Kräutern sind wichtige Nährstoffe enthalten und diese sind auf natürliche Weise stärkend.

Kräuter können Körperfunktionen natürlich verbessern

  • Entzündungshemmung
  • Verlangsamung chronischer Prozesse
  • Stoffwechsel-Entlastung und Ausleitung
  • Beweglichkeit und Schmerzminderung

Für eine starke und gesunde Funktion der Pferde-Gelenke eignen sich zur Unterstützung beispielsweise Brennnessel, Hagebutte, Teufelskralle, Ginkgo, Yucca, Kamille und Enzian. Gerade die Brennnessel ist bekannt dafür ausleitend (vgl. Bühring 2011a, S. 71) und gleichzeitig entzündungshemmend zu wirken. Sie reduziert deutlich Schmerzen und die Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und eignet sich daher zur Behandlung von Arthrose und Arthritis (vgl. Bühring 2011b, S. 349–351). Für einen gesunden und starken Stoffwechsel kann man mit Goldrute, Pfefferminze, Gänseblümchen, Löwenzahn, Fenchel, Schafgarbe und Mariendistel arbeiten. Hier ist die Mariendistel ein Klassiker, weil sie besonders die Leber unterstützt. Mit diesen Kräutern erreicht man, dass die Ausleitung und der Stoffwechsel verbessert werden und stärkt den gesamten Körper. Jedoch sollte man generell nicht nach eigenem Ermessen Kräuter mischen und verwenden, weil die Zusammensetzung der Kräuter und ihrer Wirkstoffe ein komplexes Thema ist. Aus diesem Grunde ist es nötig einen Experten zu Rate zu ziehen oder fertige, genau abgestimmte Mischungen zu verwenden.

Quellen / verwendete Literatur

  • Bühring, Ursel (2011a): Alles über Heilpflanzen. 2., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Ulmer Verlag.
  • Bühring, Ursel (2011b): Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 3. Auflage. Stuttgart: Haug Verlag.
  • Dauborn, Sylvia (2009): Lehrbuch für Tierheilpraktiker. 3. Auflage. Stuttgart: Sonntag Verlag.
  • Eigene Erfahrungen, Erfahrungen anderer Pferdehalter

Haftungsausschluss

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit und repräsentiert nur die der Autoren zum Zeitpunkt des Verfassens bekannten Methoden, Vermutungen und Fakten, und entbindet den Tierhalter weder von seiner Verantwortung seinem Tier gegenüber noch von seiner Pflicht, bei einem Veterinärmediziner vorstellig zu werden und sich eine Fachmeinung einzuholen. Wir übernehmen keinerlei Haftung.

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